Neu im Museum – unser Hingucker im Oktober

Alles im Lack!

Die Faszination, die von Schiffsporträts ausgeht, ist nicht nur in ihrer Funktion als Dokument der maritimen Kulturgeschichte begründet. Vor allem sind Kapitänsbilder Liebeserklärungen an die dargestellten Schiffe. Anders lässt sich die Detailversessenheit kaum erklären, die sich nicht nur auf die Darstellung von Rumpf und Takelage, sondern auch die Besatzung in ihrer Funktion- und entsprechend der Bordhierarchie positioniert – mit einbezog. Das gilt auch für das hier gezeigte Gemälde des Dampfschiffs „Deutscher Kaiser“. Es entstand 1889. Typisch für Dampfer jener Zeit ist die Bemastung und Besegelung, sozusagen „Plan B“ für den Kohlenotstand auf See. Das kam damals gar nicht so selten vor.  

Oft treffen maritime Schätze dieser Art in einem erbärmlichen Zustand bei uns im Museum ein. Das war auch bei diesem Bild der Fall. Jahrelanges Liegen in verstaubten Speichern, feuchten Kellerräumen oder auch an den Wänden verrauchter Kneipen, überzogen mit Fett- und Nikotinschichten, fleckig, mit brüchiger Leinwand und oft auch stattlichen Löchern und Schädlingsbefall nehmen wir sie meist in unsere Obhut. Es bedingt eine pflegende Hand und damit verbunden einen oft hohen, finanziellen Einsatz, um diese Schätze fachgerecht wieder in einen Zustand zu versetzen, der sie möglichst lange für die Nachwelt erhält. Damit Sie sich daran erfreuen können.

Wir danken der LZO Brake für Ihre großzügige Förderung und der Fachrestauratorin, Frau Ruth Eggers, Elsfleth, für Ihren großartigen Einsatz.

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