Rüdiger Guse

(7.12.1960 – 29.03.2020)

Bild Manfred Werner

„Das kriegen wir schon hin!“ Eine Bemerkung, die typisch für ihn war. Es gab fast nichts, was ihn aus der Ruhe bringen konnte, da musste es schon richtig dicke kommen. Wochenenddienste mit eher überschaubaren Besucherzahlen strengten ihn ein bisschen an. Sobald er sich aber interessierten Gästen widmen, knifflige Aufgaben lösen oder umfangreiche Arbeiten in Angriff nehmen konnte, strahlte er Fröhlichkeit und Energie aus. Liebenswert, hilfsbereit, einsatzfreudig, fleißig, verlässlich, humorvoll – das sind die Eigenschaften, die mit ihm verbunden sind – und so wird er uns auch in Erinnerung bleiben.

1960 auf Rügen geboren, besuchte Rüdiger Guse zunächst die Polytechnische Oberschule, es folgte eine Ausbildung zum Schiffsbetriebsschlosser in Saßnitz. Bis 1984 fuhr er als Maschinenassistent zur See. Nach seinem Wehrdienst war er bis 1991 als Schweißer und Schlosser im Kreisbetrieb für Landtechnik in Samtens/Rügen tätig. Über eine Zeitarbeitsfirma kam er in den Nordwesten und schließlich nach Brake, wo er seit 2012 zuhause war. Mit seinem Sohn Christian und dessen Familie fühlte er sich besonders verbunden. Oft legte er die 60 Kilometer, die ihn von seinem kleinen Enkelkind trennten, am Wochenende mit dem Rad zurück.

Seit Anfang 2018 ergänzte Rudi, wie er von allen genannt wurde, unser Team im Schiffahrtsmuseum, das er durch seine unnachahmliche, grundsätzlich stets positive Haltung entscheidend prägte. Dabei war uns allen bewusst, dass sein Leben nicht immer leicht und von vielen Herausforderungen geprägt war. Umso mehr war sein Wille, diese Hürden zu überwältigen und neue, klare und positive Ziele für sich zu formulieren und in Angriff zu nehmen beispielgebend und nötigte uns, trotz der vielen Rückschläge, die er dabei in Kauf nehmen und überwinden musste, ausdrückliche Hochachtung ab.

Sein plötzlicher Tod macht uns tief betroffen und lässt uns fassungslos zurück.

Rudi – lieber Herr Guse, wir werden Sie vermissen!