Biografie Gerd Bolte

Reeder und Kapitän Gerd Bolte (1829-1912)

SMU F2015-0036 – Gerd Bolte, Vater von Cpt. Gerhard Bolte, Ende 19. Jh.

Gerd Bolte stammt aus einer seit dem 17. Jahrhundert in der Wesermarsch ansässigen Familie von Kahnschiffern. Nach dem frühen Tod seines Vaters muss er als Kahnknecht auf dem Kahn seines Stiefvaters anmustern und Waren auf Weser und Elbe transportieren. Von seinem Stiefvater brutal behandelt wechselt er noch als Jugendlicher von der Kahnschifffahrt zur Segelschifffahrt und befährt in der Folge elf Jahre lang als einfacher Matrose die Welt. Er lernt Englisch und geht 1852 bei einer seiner Reisen in Kalifornien an Land, um dort als Goldsucher sein Glück zu versuchen. Wie viele andere kehrt er desillusioniert und ohne größere Reichtümer erworben zu haben zur Seefahrt zurück und macht 1855 sein Steuermannsexamen bei Dr. Suhr in Elsfleth, um sich als Kapitän und Reeder selbstständig zu machen. 1856 beauftragt der frisch verheiratete Gerd Bolte beim Bootsbauer Wurthmann (Hörstation Telegraph) in Lienen sein erstes Schiff und steigt damit im Jahr der Stadtgründung von Elsfleth ins Reedereigeschäft ein. Die verhältnismäßig kleine und nach seiner Ehefrau benannte „Friederike“ befährt von 1856 bis 1860 Nord- und Ostsee und das Mittelmeer.

Um die lukrativen Routen nach Brasilien und Westindien und andere weiter entfernt gelegene Handelsplätze bedienen zu können, erweitert Gerd Bolte in den Folgejahren durch den Kauf und Bau von Schiffen seine Flotte auf am Ende einundzwanzig Schiffe. Mit diesen Schiffen und dem Transport und Handel von Gütern wie Tabak, Zucker, Baumwolle, Getreide und Holz baut Gerd Bolte ein erfolgreiches bis 1906 existierendes Unternehmen auf. 1912 stirbt Gerd Bolte in Elsfleth. Von seinen vier Kindern haben mit Ausnahme des Kunstmalers Heinrich Bolte (1866-1907) alle Bezug zur Seefahrt.

Kahnknecht (1:33)

„Als ich sechs Jahre alt war starb mein Vater nach kurzer Krankheit […] Meine Mutter war somit für sich und uns beide Kinder […] ohne Existenzmittel und auf ihrer Hände Arbeit angewiesen. Nach einem Jahr Witwenstand – ich war sieben Jahre alt – verheiratete sie sich wieder mit einem Kahnschiffer […] Im Frühjahr 1843 […] wurde ich gezwungen für das Jahr bei dem Stiefvater als Knecht bei ihm für die Kahnfahrt anzumustern gegen einen Lohn von 15 Talern […] Es wurde dies eine böse Zeit für mich; zweimal entlief ich dem Barbar wegen unmenschlicher Behandlung […] wurde aber beide male wieder überredet an Bord zu gehen und so hielt ich denn aus, bis der Kahn aufgelegt wurde im Dezember, so gegen Weihnachten. Nach Auflegung des Kahns meldete mir nun mein Stiefvater durch Drohung, dass er mich sonst gleich für den Winter aus dem Haus jagen würde, wenn ich nicht für das nächste Jahr wieder bei ihm anmusterte […] denn Lohn hätte ich nicht mehr zu fordern, weil ich dafür schon Zeug bekommen hätte und ich bei ihm noch in Schuld sei demnach. Da ich aber mehr als genug hatte von seiner Behandlung […] wurde ich an die Luft befördert […] und nahm meinen Kurs nach Elsfleth […].“

Kahnknecht (1:33)

„Als ich sechs Jahre alt war starb mein Vater nach kurzer Krankheit […] Meine Mutter war somit für sich und uns beide Kinder […] ohne Existenzmittel und auf ihrer Hände Arbeit angewiesen. Nach einem Jahr Witwenstand – ich war sieben Jahre alt – verheiratete sie sich wieder mit einem Kahnschiffer […] Im Frühjahr 1843 […] wurde ich gezwungen für das Jahr bei dem Stiefvater als Knecht bei ihm für die Kahnfahrt anzumustern gegen einen Lohn von 15 Talern […] Es wurde dies eine böse Zeit für mich; zweimal entlief ich dem Barbar wegen unmenschlicher Behandlung […] wurde aber beide male wieder überredet an Bord zu gehen und so hielt ich denn aus, bis der Kahn aufgelegt wurde im Dezember, so gegen Weihnachten. Nach Auflegung des Kahns meldete mir nun mein Stiefvater durch Drohung, dass er mich sonst gleich für den Winter aus dem Haus jagen würde, wenn ich nicht für das nächste Jahr wieder bei ihm anmusterte […] denn Lohn hätte ich nicht mehr zu fordern, weil ich dafür schon Zeug bekommen hätte und ich bei ihm noch in Schuld sei demnach. Da ich aber mehr als genug hatte von seiner Behandlung […] wurde ich an die Luft befördert […] und nahm meinen Kurs nach Elsfleth […].“

Seefahrtschule Elsfleth

1832 wird auf Initiative Elsflether Reeder in Elsfleth eine Navigationsschule gegründet und damit eine geregelte Ausbildung von Steuerleuten und Kapitänen eingeführt. Zunächst in der Deichstraße 5, danach in der Steinstraße 19 untergebracht, entsteht aufgrund des hohen Interesses von Seeleuten an einer fundierten maritimen Grundlagenausbildung in der Peterstraße ein Neubau. Prägende Direktoren und Lehrende vor Ort waren in der ab 1856 staatlichen Schule Dr. Johann Heinrich Suhr (1789-1873) und Wilhelm von Freeden (1822-1894). 1943 wird die inzwischen als „Seefahrtschule“ bezeichnete Ausbildungsstätte in Elsfleth geschlossen und erst nach dem Krieg 1946 wiedereröffnet. 1961 folgt schließlich der Neubau eines größeren und moderneren Schulgebäudes in der Weserstraße 52. Die Eröffnung erlebt Gerhard Bolte, fast hundertjährig, vor Ort mit.

SMU – Elsflether Navigationsschule, Postkarte von 1899

SMU F2010/2007 – Visurgis Postkarte

Goldrausch

Als James Marshall 1848 bei Sutter’s Mill auf Gold stieß, entfachte er ungewollt einen bis dahin beispiellosen Ansturm auf die Goldfelder Kaliforniens. Bis 1855 führten zahlreiche Presseberichte dazu, dass immer mehr Einwanderer aus aller Welt in das Land kamen, um ihr Glück auf den Goldfeldern Kalifornien zu finden. Viele Gemeinden vor Ort profitierten von den Einwanderern, die meist alle zum Goldschürfen nötige Geräte neu erwerben, sich ernähren und unterbringen mussten.1850 wurde Kalifornien schließlich zum 31. Bundesstaat der USA und galt fortan als „golden State“.

Im Hafen von San Francisco verließen während dieses Zeitraums hunderte Seeleute ihre Schiffe, um sich ebenfalls auf den Weg zu den Goldfeldern zu machen. Mit Beginn des industriellen Abbaus von Gold 1854 ebbte der Strom der Zuwanderer und Goldsucher ab und verließen viele kehrten ohne nennenswerte Goldfunde gemacht zu haben ernüchtert zur Seefahrt zurück.

bpk-Fotoarchiv – Goldrausch, Holzstich von 1849

Goldrausch Californien (3:53)

„Ich ging nun […] mit dem Schiffe Johann […] nach New York in See, verließ allda das Schiff, um eine Heuer nach San Francisco zu finden, denn ich wollte allda auch mal mein Glück versuchen […] Da aber so viele Leute da waren, die alle dahin wollten, so gelang es mir nicht gleich ein Schiff für Frisco zu finden. Der Andrang der Leute war in den Tagen gerade sehr groß. Da ich aber wenig Geld hatte zum Warten, so musterte ich dann fürs erste als Matrose an auf dem Dampfer Ohio […]. Nachdem ich ein paar Reisen mit der Ohio gemacht hatte, gelang es mir dann auch eine Heuer auf dem Schiffe Hanna Thomston […] was nach Frisco bestimmt war, zu erhalten. Gegen Anfang Februar 1852 [kamen wir damit] wohlbehalten in Frisco an. Als wir allda abbezahlt waren, ging ich sofort mit zwei Kollegen […] nach den Goldminen in Mittelkalifornien ab, und zwar nach einem Platz, genannt „Sailorsflat“ wohin wir einige Empfehlungen hatten an dort ansässige Miners. Nach einer sehr beschwerlichen Reise, die wir von Sacramento ab ganz zu Fuß machen mussten, kamen wir endlich müde und abgespannt in Sailorsflat an und nahmen Wohnung unter einem Zeltdach, gerade groß genug, um uns alle drei darin auf Säcke mit verdorrten Blättern und Moos hinlegen zu können. Gekocht wurde in freier Luft und unsere Nahrung bestand in der Hauptsache aus Fleisch und Pfannkuchen anstatt Brot, dazu Tee oder Kaffee. Da uns die Miner auf Sailorsflat so gar keine Aussicht machten allda Arbeit zu erhalten, denn die Stellen in Tagelohn waren alle besetzt. Zudem meinten dieselben, dass auf der Flat und in der Umgegend aller Boden, der sich der Arbeit lohnte ihrer Ansicht nach durchaus schon in festen Händen sei, so dass auch das Auffinden eines Claims (Goldmine) dort so ziemlich ausgeschlossen sei. Wenn nun auch diese Auskunft für uns sehr wenig aussichtsvoll klang so focht uns dies alles doch wenig an, um uns erst einzuarbeiten, nahmen wir in der Nähe von Sailorsflat […] Arbeit bei einem Amerikaner in einer […] Goldwäscherei durch waschen durch einen Wasserstrom, der mit goldhaltiger Erde durch Kästen getrieben wurde mit Gefälle und worin das Gold durch Kippen wohinter Quecksilber eingeschüttet war, aufgefangen wurde. […] Nachdem wir einige Tage die ungewohnt schwere Arbeit mit Pickaxt und Schaufel ausgerichtet hatten, wurde unser Kollege […] krank, weil er dieser schweren Arbeit nicht gewachsen war. […] Wir arbeiteten, George und ich, aber noch einige Zeit weiter gegen 4 Dollar Lohn pro Tag, bis wir glaubten einen Versuch machen zu müssen, auf eigene Hand anzufangen. […] Eine Stunde weit zu Pferde hatten wir vom Flat bis Coloma. […] Coloma hatte vielleicht 600 [Einwohner] und Uniontown wohl nicht über 200. In beiden Plätzen waren Kaufhäuser für Proviant, Kleidung und alles, was zur Minenarbeit und zur Haushaltung nötig war, zu haben. Auch waren Logier- und Wirtshäuser mit Spielbanken in beiden Plätzen vorhanden […] alles war sehr teuer. […] Die Zeit aber, wo in kurzer Zeit große Funde gemacht wurden […] war zu meiner Zeit vorüber. […] Unseren Wohnort hatten wir immer noch auf Sailorsflat in dem Leinenzelt. […] An Sailorsflat waren, wie hier bemerkt sei, viele Chinesen im Besitz von Minen, aber die meisten Inhaber von Minen allda waren doch Skandinavier. […] wir arbeiteten auch frisch drauf los. Aber mehr als wir zum Leben benötigten, wollte uns nicht gelingen.“

Goldrausch Californien (3:53)

„Ich ging nun […] mit dem Schiffe Johann […] nach New York in See, verließ allda das Schiff, um eine Heuer nach San Francisco zu finden, denn ich wollte allda auch mal mein Glück versuchen […] Da aber so viele Leute da waren, die alle dahin wollten, so gelang es mir nicht gleich ein Schiff für Frisco zu finden. Der Andrang der Leute war in den Tagen gerade sehr groß. Da ich aber wenig Geld hatte zum Warten, so musterte ich dann fürs erste als Matrose an auf dem Dampfer Ohio […]. Nachdem ich ein paar Reisen mit der Ohio gemacht hatte, gelang es mir dann auch eine Heuer auf dem Schiffe Hanna Thomston […] was nach Frisco bestimmt war, zu erhalten. Gegen Anfang Februar 1852 [kamen wir damit] wohlbehalten in Frisco an. Als wir allda abbezahlt waren, ging ich sofort mit zwei Kollegen […] nach den Goldminen in Mittelkalifornien ab, und zwar nach einem Platz, genannt „Sailorsflat“ wohin wir einige Empfehlungen hatten an dort ansässige Miners. Nach einer sehr beschwerlichen Reise, die wir von Sacramento ab ganz zu Fuß machen mussten, kamen wir endlich müde und abgespannt in Sailorsflat an und nahmen Wohnung unter einem Zeltdach, gerade groß genug, um uns alle drei darin auf Säcke mit verdorrten Blättern und Moos hinzulegen zu können. Gekocht wurde in freier Luft und unsere Nahrung bestand in der Hauptsache aus Fleisch und Pfannkuchen anstatt Brot, dazu Tee oder Kaffee. Da uns die Miner auf Sailorsflat so gar keine Aussicht machten allda Arbeit zu erhalten, denn die Stellen in Tagelohn waren alle besetzt. Zudem meinten dieselben, dass auf der Flat und in der Umgegend aller Boden, der sich der Arbeit lohnte ihrer Ansicht nach durchaus schon in festen Händen sei, so dass auch das Auffinden eines Claims (Goldmine) dort so ziemlich ausgeschlossen sei. Wenn nun auch diese Auskunft für uns sehr wenig aussichtsvoll klang so focht uns dies alles doch wenig an, um uns erst einzuarbeiten, nahmen wir in der Nähe von Sailorsflat […] Arbeit bei einem Amerikaner in einer […] Goldwäscherei durch waschen durch einen Wasserstrom, der mit goldhaltiger Erde durch Kästen getrieben wurde mit Gefälle und worin das Gold durch Kippen wohinter Quecksilber eingeschüttet war, aufgefangen wurde. […] Nachdem wir einige Tage die ungewohnt schwere Arbeit mit Pickaxt und Schaufel ausgerichtet hatten, wurde unser Kollege […] krank, weil er dieser schweren Arbeit nicht gewachsen war. […] Wir arbeiteten, George und ich, aber noch einige Zeit weiter gegen 4 Dollar Lohn pro Tag, bis wir glaubten einen Versuch machen zu müssen, auf eigene Hand anzufangen. […] Eine Stunde weit zu Pferde hatten wir vom Flat bis Coloma. […] Coloma hatte vielleicht 600 und Uniontown wohl nicht über 200. In beiden Plätzen waren Kaufhäuser für Proviant, Kleidung und alles, was zur Minenarbeit und zur Haushaltung nötig war, zu haben. Auch waren Logier- und Wirtshäuser mit Spielbanken in beiden Plätzen vorhanden […] alles war sehr teuer. […] Die Zeit aber, wo in kurzer Zeit große Funde gemacht wurden […] war zu meiner Zeit vorüber. […] Unseren Wohnort hatten wir immer noch auf Sailorsflat in dem Leinenzelt. […] An Sailorsflat waren, wie hier bemerkt sei, viele Chinesen im Besitz von Minen, aber die meisten Inhaber von Minen allda waren doch Skandinavier. […] wir arbeiteten auch frisch drauf los. Aber mehr als wir zum Leben benötigten, wollte uns nicht gelingen.“

Behandlung der Chinesen (1:19)

„Als wir eine Zeit die vorerwähnte Mine bearbeitet hatten, kamen die weißen Besitzer der Mine am Flat in einen Streit mit den Chinesen […], denn es wurde schon seit längerer Zeit am Flat manches gestohlen […] aus den Zelten, wenn die Männer auf Arbeit waren und die Zelte leer standen. Man vermutete sofort, dass diese Diebstähle von den Chinesen ausgeführt wurden, nur fehlten noch die Beweise dafür, bis dann eines Tages ein Chinese abgefasst wurde, als derselbe Gold entwendete aus einer Mine […] Da der gestohlene Betrag nun weit über 5 Dollar betrug, so wurde über den Dieb von den Ältesten des Flat Gericht gehalten und nach dem Lynch-Gesetz [law] zum Tode verurteilt durch den Strang und auch gleich, trotz der Einsprache der übrigen hier anwesenden Chinesen ausgeführt. […] Es wurden nun gleich darauf von sämtlichen Weißen, die am Flat wohnten, eine Versammlung abgehalten und beschlossen, dass wir die Chinesen zwingen wollten, Sailorsflat ganz zu verlassen.“

Behandlung der Chinesen (1:19)

„Als wir eine Zeit die vorerwähnte Mine bearbeitet hatten, kamen die weißen Besitzer der Mine am Flat in einen Streit mit den Chinesen […], denn es wurde schon seit längerer Zeit am Flat manches gestohlen […] aus den Zelten, wenn die Männer auf Arbeit waren und die Zelte leer standen. Man vermutete sofort, dass diese Diebstähle von den Chinesen ausgeführt wurden, nur fehlten noch die Beweise dafür, bis dann eines Tages ein Chinese abgefasst wurde, als derselbe Gold entwendete aus einer Mine […] Da der gestohlene Betrag nun weit über 5 Dollar betrug, so wurde über den Dieb von den Ältesten des Flat Gericht gehalten und nach dem Lynch-Gesetz [law] zum Tode verurteilt durch den Strang und auch gleich, trotz der Einsprache der übrigen hier anwesenden Chinesen ausgeführt. […] Es wurden nun gleich darauf von sämtlichen Weißen, die am Flat wohnten, eine Versammlung abgehalten und beschlossen, dass wir die Chinesen zwingen wollten, Sailorsflat ganz zu verlassen.“

Reederei Bolte in Elsfleth

Im 19. Jahrhundert sind in den beiden Hafenstandorten Elsfleth und Brake 22 Reedereien und 8 Werften aktiv. Das Transportunternehmen von Gerd Bolte nimmt 1856 mit dem Erwerb eines ersten Schiffes seine Tätigkeit auf. Im Laufe der Jahre erwirbt Gerd Bolte bis zur Aufgabe seines Unternehmens 1906 einundzwanzig Schiffe, die er entweder selbst befrachtet oder verchartert. Die Schiffe seiner Reederei transportieren die unterschiedlichsten Waren aus aller Welt und landen sie auf ihren langen Reisen an verschiedene Häfen in Übersee und Europa an. Zurückgekehrt nach Elsfleth hatten die auf den Fahrten eingesetzten Seeleute viel zu berichten. Mit dem Aufkommen der aus Stahl und nicht mehr aus Holz gebauten Dampfschiffe und der Abtrennung Elsfleths vom Hauptstrom der Weser verliert als Reederei- und Werftstandort an Bedeutung. Gerd Bolte erkennt frühzeitig die Entwicklung und veranlasst seinen Sohn Gerhard Bolte zum Norddeutschen Lloyd und damit zur Dampfschifffahrt zu wechseln.

Deckenbild in der Steenken-Villa

Das von Heinrich Bolte (1866-1907) fertiggestellte Deckenbild in der Villa Steenken, das heutige „Haus Elsfleth“ des Schiffahrtsmuseums Unterweser, zeigt den Maler selbst, den Besitzer des Hauses Dr. Christian Steenken, den Inhaber der Deichapotheke in der Mühlenstraße Magnus Diedrich Kuhland sowie den Klempnermeister Wilhelm Glandrop.

SMU – Deckenbild Steenken-Villa, Haus Elsfleth, um 1900

SMU – Deckenbild Steenken-Villa, Detailansichten