Verlängert: Raum für Vermutungen

Ein Nordatlantischer Seehase mit grüner Füllung im Maul, ein Stempel mit Kyrillischer Schrift gefunden am Weserufer, eine Flasche mit Seetang aus der Sargassosee – Diese und andere merkwürdige Objekte lassen in einer Sonderausstellung im Schiffahrtsmuseum Unterweser viel „Raum für Vermutungen“. Elf rätselhafte Weserfunde und Objekte aus der Seefahrtsgeschichte inspirierten Autor:innen zu spannenden Geschichten.

Wo kommt das Objekt her? Unter welchen Umständen gelangte es an diesen Ort? Wie entstand es? Wer hat es benutzt? So entstanden elf Geschichten, die einen neuen Zugang zu den Fundstücken und zur maritimen Geschichte der Weserregion bieten. Vermutungen gehören aber auch zur täglichen Praxis von forschenden Wissenschaftler:innen. Auf dem Weg zum Erkenntnisgewinn sind sie oft der erste Schritt. Kurze Interviews geben Einblick in die Arbeitsweisen der Forschung, 360° Fotografien zeigen die Fundorte der Objekte.


Die Besucher:innen können ebenfalls ihre Fantasie entfalten: Ein bisher unbeschriebenes Objekt gibt Raum für eigene Vermutungen und literarische Interpretationen. Kinder können im Museumsgarten archäologische Grabungen durchführen und eigene Geschichten zu den Fundstücken erfinden. Diese Aktion eignet sich auch, um einen Kindergeburtstag einmal auf besondere Art zu feiern.

Initiiert wurde die Ausstellung vom Hafenmuseum Speicher XI in Bremen in Kooperation mit dem Schiffahrtsmuseum Unterweser, der Landesarchäologie Bremen und Knochenarbeit Bremen. Gefördert wird die Ausstellung in Brake durch die Oldenburgische Landschaft und die EWE-Stiftung.

Die Ausstellung im Haus Borgstede & Becker wurde verlängert und ist noch bis zum 26. September zu sehen.

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